Lederhose, Wittler und Partner GbH - Tragwerksplanung
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Haltestelle, Oberhausen

Kluge Verbindung

Etwa 40 Meter Überdachung hätte das Budget in klassischer Berechnung hergegeben. Mit einer ungewöhnlichen Konstruktion aus extrem flachen Stählen und feinen Rundstäben ist es gelungen, die gestalterischen Vorgaben zu erfüllen – und dabei sogar über 50 Meter des Bahnsteigs zu überdachen.


GLEICHES BUDGET, LÄNGERE ÜBERDACHUNG

Gewünscht war für diese Straßenbahnhaltestelle in Oberhausen ein Dachtragwerk, das schwebende Dachflächen in Wellenbewegung zeigt und gleichzeitig überaus transparent wirkt. Der Kostenrahmen war allerdings sehr eng gesteckt. In Zusammenarbeit mit den Architekten entwickelten Lederhose, Wittler und Partner eine Konstruktion aus fünf Baumstützen, die vier Einzeldächer tragen. Die einzelnen Elemente überlagern sich dabei wie Schuppen. Die Fläche überdacht den Bahnsteig in einer Höhe von ca. 8 Metern. Das eigentliche Haltestellendach für die Fahrgäste befindet sich auf halber Höhe.

Eine innovative Konstruktionsidee lässt das Dach leicht und schwebend erscheinen: Als tragende Lamellen sind extrem schmale Flachstähle mit 5mm-Rundstäben kombiniert. Das pfiffige räumliche Aussteifungssystem vermeidet zudem die typischen Windverbände. Durch diesen reduzierten Stahlbau wirken die großen Glasflächen höchst transparent und sogar die Verkreuzungen der einzelnen Dachflächen sich nicht erkennbar.

Die Dächer werden innen liegend und damit unsichtbar durch die unteren Baumäste und die Hauptstützen entwässert.



Bauherr: Stadtwerke Oberhausen AG
Architekten: Bauwerkstadt, Dortmund
Bauzeit: 3/96 - 9/96
Bauart: Stahl, Beton
Baukosten: ca. 260.000 EUR (Dachtragwerk + Gründung)
Leistungen: Tragwerksplanung
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